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Chen Quanzhong - Yan Gaofei - Chen Xili

Chen Taichi Seminare mit Yan Gaofei
Freising und Nürnberg, Mai 2002

Bilder von Thomas Simianer, Friedemann Böhme und Michael Ditsch

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Kommentare zum Seminar
(redaktionelle Bearbeitung Thomas Simianer)

In May 2002 Yan Gaofei visited Germany for the second time to teach two seminars in Nuremberg and Freising (near Munich). Below you will find a brief review including some pictures.

Starting from solo exercises of "universal silkreeling" leading to the application of spiraling in the "total armbar" and pushing hands, we learned a lot about the main topic of this years seminars:
- why to use spiraling
- how to use spiraling
- how to relax into spirals
For most students this opened a new world of possibilities in using joint locking techniques. Also remarkable: At the end of the seminar even those students without any martial background (and even interest) practiced joint locking techniques with great enthusiasm!

Some other very interesting and not very common topics:
- how to cope with joint locks
- footwork in tai chi applications
- elbow and knee as natural weapons

After the seminars I got feedback like "I got enough informations to fill my training for years", "Never before I felt my shoulder joints so open and relaxed" and "I just recognized, that my training until now only was a scratch on the surface of tai chi!"

In addition to teaching we got some demonstrations on more advanced chin na, weapon training, tai chi throwing techniques and sparring with soft swords (Ji Jian).

Thomas Simianer, Article in ACT E-Newsletter Issued on 8/4/2002

I am still very happy and thankful about many things: really good training, nice place and especially you guys, you have a beautiful energy and I feel lucky because I had the chance to be there. (Put me in the list for next year)

Is nice to know that you are training hard I am doing just the same. I normally train 4 times a week and I do use a lot of the stuff that Yan taught. Sometimes I use the spiral movement as warm up, some others I focus in the hips movement, but more than specific techniques I use a lot the spiral principle. I am always trying to put things together and I do feel that my Aikido's level is better, in a way, because of Yan´s teachings. Thank you for all that.

The most of my impressions about the seminar are very positives but only nice comments will not help you guys to do it better so I think that there is only one thing that you should try to improve:
It would be very nice, especially for the people outside Freising, that you offer accommodations in the "dojo". The most of the international seminars where I have been let you bring your sleeping bag and sleep in the "dojo", that makes training cheaper and more people will have the chance and the possibility to come.

Gustavo, Danmark

Auf grund der langen Anfahrt kommen wir: Alexander und ich aus Wien und Umgebung etwas zu spät, die Seminarteilnehmer geniessen schon eines der 3 Sets zum aufwaermen, dehnen, lockern, kreisen, etc. Diese sets dienen dazu wie andere sets von anderen Lehrern auch, die Körper - Bewegungsfähigkeit im Taiji Sinne zu verbessern.

Die ersten zwei Tage hauptsächlich und auch später wurde mittels weniger Hebelmuster spiraliges, schliessendes und down jin geübt. Spiralig um Kraft gegen Kraft zu vermeiden, schließend um die Kraft zu erhöhen. Andeutungungen, wo das alles in der Form vorkommt. Schon das allein Stoff für Jahrzehnte. Natürlich sind dabei auch viele andere "jins" beteiligt, aber das würde zu weit führen. Yan hat das auch nicht so benannt, das ist mein Senf.

Ein paar spannende Definitionen/Anmerkungen: - Bei inneren Kampfkünsten passieren Angriff und Verteidigung gleichzeitig, nicht hintereinander. - Sinken heisst die Spannung im Körper zu senken, dabei kann der Körper auch steigen. - Dem Qi nachspüren ist absolut verboten. - Das Schwert wird wie der Speer verwendet, der Säbel wie ein Messer. - Bei allen Bewegungen rotiert der Arm nach aussen oder nach innen.

Was gabs sonst noch: - Bein heben aus dem Körper heraus. - Strategie mit Fussarbeit, um den anderen so zu hebeln, dass er weder mit dem freien Arm noch mit den Beinen viel machen kann. - Beinhebel: Bein "gegen" Bein.

Ein wenig Schwertsparring mit gepolsterten Übungsschwertern. Eine wie immer gute Gelegenheit sich mitreissen zu lassen, und die inneren Prinzipien zu vergessen.

Gute Schmankerl im Tratsch am Marienplatz, im Lindenkeller, Weißwurstfrühstück beim Karlwirt, letztes Abendessen im Nirvana, plus die obligaten China food Ausflüge. In Freising ist so gut wie alles zu Fuss erreichbar. Das ist nicht unangenehm ;-) Und sehr gut erreichbar sind auch die Organisatoren menschlich und überhaupt. Yan ist unkompliziert und in English sehr gut ansprechbar. Um auf seiner Webpage mitlesen zu können, kann man pro Jahr US Dollar 55 zahlen, nein, danke ;-(

Was man jetzt nur tun kann ist den vorgetragenen Stoff oder Teile davon zu ueben, auf dass man das naechste Mal etwas mehr mit bekommt. Dass in so wenig Zeit so viel angesprochen werden konnte, ist schon bemerkenswert. Ein insgesamt für mich sehr anregendes und fruchtbares Seminar, auch über den gebrachten Stoff hinaus. Meine regelmaessigen Seminar Besuche in München seit 1995 waren da ausgesprochen nützlich, das versteht sich.

Gutes Üben und bis zum nächsten Mal,

Ernst, Wien

Also: Prinzipiell muß ich vorausschicken, daß dies mein erstes Seminar war und ich erst 2 Jahre Tai Chi mache. Damit war die Teilnahme an allen 4 Tagen des Seminars sehr, sehr anstrengend (was mich nicht weiter verwundert hat...)

Grundsätzlich hat mir die Teilnahme an diesem Seminar sehr geholfen mich und die Beurteilung meines "Leistungsstands" in einem größeren Rahmen einordnen zu können. D.h. ich weiß sehr wohl, wie ich mein Können innerhalb meiner gewohnten Trainingsgruppe einzuschätzen habe. Hier wurde mir jedoch Gelegenheit gegeben, zu sehen, wie andere auf die gegebenen Anweisungen reagieren. Wo andere ihre Schwierigkeiten haben und wie sie mit der "Weltanschauung", die im Tai Chi enthalten ist, umgehen. All dies war mir für mich sehr interessant zu beobachten.

Vom Seminaraufbau selbst bin ich froh, daß ich alle 4 Tage gebucht habe. Denn die Übungen am ersten Tag waren für sich isoliert betrachtet, für mich nicht eben aussagekräftig. Alle gezeigten Übungen, bzw. Hebel, konnten mit Kraft ebenso gut ausgeführt werden, wie unter Beachtung von Aspekten des Tai Chi. Da ich früher mal kurz Aikido gemacht hatte, waren mir die Bewegungen grundsätzlich mal vertraut. Daß sie mit angewandtem Tai Chi wesentlich müheloser funktionierten, war schön zu beobachten, aber für mich enthielt dies noch keinerlei Lerneffekt.

Erst mit den folgenden Tagen wurden für mich die Übungen des ersten Tages in einen für mich nachvollziehbaren Gesamtzusammenhang gestellt, der dann zu einem Lerneffekt führte.

Da mein persönliches Defizit u.a. im eher weniger stabilen Stehen liegt, war ich vom ersten Tag eher enttäuscht, weil gerade auf solche Grundtechniken kein Augenmerk gerichtet worden ist. Gerade zu Beginn hätte ich mir gewünscht, daß hier ein wenig gemixt worden wäre, um ein wenig an die Hand genommen zu werden, um in das Thema Tai Chi hingeführt zu werden.

Die sehr kampfkunstbetonte Auslegung des Tai Chi, so wie Yan sie erklärt und rüber gebracht hat, hat mir gut gefallen. Ebenso seine sehr pragmatischen Äußerungen des letzten Tages zum Thema Form (Sinngemäß: "jeder kann seine eigene Form gründen, wenn er nur einige wenige Grundprinzipien beachtet. Die "traditionellen" Formen sind lediglich eine von vielen Möglichkeiten von sinnvollen Bewegungen") und zum Thema Spiritualität. Er hat sich als durchaus pragmatischer, an der Anwendung orientierter Lehrer präsentiert und dies an praktischen Beispielen glaubhaft demonstriert.

Insgesamt fand ich das Seminar sehr interessant, hätte mir jedoch für mich selbst gewünscht, daß ein wenig mehr auch Basis-Techniken gezeigt worden wären, und daß der behandelte Stoff in weniger als 4 Tagen zu bewältigen gewesen wäre - denn ich war nach dem Wochenende fix und fertig und reif für 1-2 Tage Urlaub, zum Erholen!

Judith Lück, Freising

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